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Geronto-
rheumatologie

Seit vielen Jahren schon betreuen Dr. Enver Shala und sein Team geriatrische Patienten mit dem Ziel, ihre Selbstständigkeit zu fördern. Dazu gehören zum Beispiel die weitestgehende Vermeidung von Pflegebedürftigkeit und die Erhaltung einer bestmöglichen Lebensqualität. Dabei steht die Individualität unserer Patienten im Vordergrund.

Was ist Gerontorheumatologie?

Geriatrisch-gerontorheumatologische Patienten definieren sich nicht primär über das Lebensalter („kalendarisches Alter“), sondern über eine charakteristische Veränderungen und Probelme, die ein gealteter Organismus mit sich bringt („biologisches Alter“). Sie sind definiert durch geriatrietypische Multimorbidität und ein höheres kalendarisches Alter (überwiegend 70 Jahre und älter) oder durch ein kalendarisches Alter von über 80 Jahren, mit dem eine alterstypisch erhöhte Vulnerabilität einhergeht.

Dazu gehören z.B.:

  • Auftreten von Komplikationen und Folgeerkrankungen
  • Gefahr der Chronifizierung von Krankheiten
  • erhöhtes Risiko eines Verlustes der Autonomie mit Verschlechterung des Selbsthilfestatus

Wie untersuchen wir Gerontorheumatologie im Rheumazentrum?

Ein standardisiertes Assessment bildet die notwendige Voraussetzung zur ganzheitlichen Beurteilung des Zustandes und der derzeitigen Situation des Patienten. Das Ziel eines umfassenden Assessments in einem multidimensionalen und interdisziplinären Prozess ist, die medizinischen, psychosozialen und funktionellen Problem-Ressourcen des Patienten zu erfassen und einen umfangreichen Behandlungs- und Betreuungsplan zu entwickeln, die weitere Versorgung zu ermöglichen und zu sichern, sodass der Patient in seiner Lebensqualität unterstützt wird. Realistische Ziele werden gemeinsam festgesetzt, geeignete Maßnahmen ausgewählt und durchgeführt.

Geriatrisches Assessment

Bei Patienten, die in der Geriatrie/Gerontorheumatologie aufgenommen werden, machen wir standardisiert ein geriatrisches Assessment, bei dem wir alle verschiedene Umstände genauestens untersuchen. Dazu gehören zum Beispiel:

 

  • Anamnese durch Arzt (Allgemeine, Soziale, Vegetative und Neurologische Anamnese)
  • Barthel-Index zur Bewertung der Aktivitäten des alltäglichen Lebens (ATL) - Pflege
  • Mini Mental Status Test (MMTS) - Ergotherapie / Psychologie
  • Mobilitätstest nach Tinetti (Gleichgewicht / Gehprobe) - Physiotherapie
  • Geriatric Depression Scale (GDS) - Ergo- / Physiotherapie
  • Time Up and Go - Physiotherapie (optional)
  • Uhrentest (Kognition) - Ergo- / Physiotherapie / Psychologie (optional)
  • Demtec - Ergo- / Physiotherapie / Psychologie (optional)
  • Logopädische Abklärung (optional)
  • Aufnahme-Assessment Screening - Pflege
  • NRS (Ernährung) - Pflege
  • Risiko-Assessment (Dekubitus, Sturz, Pneumonie)
  • DOS Screening /Delir) - Pflege
  • Sozialstatus - teamintegrierter Sozialdienst

Wie unterstützen wir Sie?

Die erarbeiteten Fortschritte in den einzelnen Therapiebereichen werden im Stationsalltag umgesetzt. Hierzu findet eine fortlaufende Abstimmung mit den involvierten Ärzten, Therapeuten und dem Pflegepersonal statt. Die Kommunikation stellt das wichtigste Instrument der beteiligten Berufsgruppen dar. Einmal wöchentlich zu einer festen Zeit findet eine multiprofessionelle Teamsitzung statt, die als wochenbezogene Dokumentation bisheriger Behandlungsergebnisse und weiterer Behandlungsziele festgehalten wird. Anwesenheitspflicht besteht für Ärzte, Therapeuten, Pflegepersonal, Psychotherapie und optional Sozialdienst.

Zur verbesserten Kommunikation gibt es eine Checkliste für jeden Patienten, die individuell angelegt wird. Hier werden Prozesse, Behandlungen und ToDo’s schriftlich niedergelegt. Das multiprofessionelle Team kann in diesem Fall alles nachvollziehen. Diese Liste wird täglich auf dem aktuellen Stand gepflegt.

Darüber hinaus besteht ein hoher Beratungs- sowie Informationsbedarf von Seiten der Angehörigen. Die Einbeziehung von Patienten und Angehörigen in die Behandlung sind für den Genesungsverlauf und die Zeit nach dem stationären Aufenthalt von besonderer Bedeutung.

Kontakt

Dr. med. Enver Shala - Rheumazentrum Rheinland-Pfalz

Dr. Enver Shala

Leitender Oberarzt für Geriatrie - Gerontorheumatologie
Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin

enver.shala@rheumazentrum-rlp.de